Fachschule Holztechnik Melle feierte 25 Jahre Abschluss

Meller Kreisblatt / pr [09.09.2018] – Kompetenzzentrum mit Renommee
© Meller Kreisblatt | Fotos: Petra Ropers | Einen Einblick in die Praxis erhielten interessierte Besucher nach der Feierstunde durch die Lehrkräfte und Schüler der FHM.

Vor 25 Jahren verabschiedete die Fachschule Holztechnik Melle (FHM) an den Berufsbildenden Schulen Melle (BBS) ihren ersten Absolventen-Jahrgang. Eine Feierstunde mit anschließender Führung bot nun Anlass zu Rück- und Ausblick.

„Aus der Praxis für die Praxis“ erfolgt an der FHM die zweijährige Ausbildung zum staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Holztechnik. Dabei arbeiten die künftigen Fach- und Führungskräfte nicht für die Schublade: „Nicht simulieren, sondern real gestalten“, zitierte BBS-Leiter Dr. Hermann Krüssel zur Feierstunde eines der wesentlichen Charakteristika der Ausbildung.

Hohes Niveau
© Meller Kreisblatt | Die Glückwünsche des Kreises als Schulträger überbrachte Kreisrat Matthias Selle zum Jubiläum

Das Ergebnis präsentiert sich seit vielen Jahren unter anderem auf der Weltleitmesse Ligna: „Dort sieht man, was wir können und wo wir im internationalen Vergleich stehen“, hob Krüssel hervor. Ermöglicht wird das hohe Niveau seit der Gründung der FHM vor 27 Jahren nicht zuletzt durch die enge Kooperation mit Unternehmen der Region. Sie arbeiten nicht nur in Projekten mit der Fachschule zusammen, sondern ermöglichen auch eine hochwertige und stets am aktuellen Stand der Technik orientierte Ausstattung.

Krüssels Dank galt anlässlich des Jubiläums ihnen und allen, die „in 25 Jahren die Fachschule zu dem gemacht haben, was sie heute ist.“ Und das ist nach Ansicht des leitenden Regierungsschuldirektors Erwin Krüssel ein Kompetenzzentrum von überregionaler Bedeutung. Unterstrichen wird diese Einschätzung durch das hohe Renommee, dass die FHM bei der heimischen Wirtschaft genießt. „Wir sind stolz auf diese Schule“, betonte deshalb auch Kreisrat Matthias Selle im Namen des Landkreises.

Schub an Fachkräften benötigt
© Meller Kreisblatt | Vor 27 Jahren übernahm Willi Grasemann die Leitung der neuen Fachschule. Und mancher seiner Grundsätze gilt bis heute.

Als Schulträger lege der Landkreis großen Wert darauf, handwerkliche Ausbildungen und Studienabschlüsse als gleichrangig zu erachten und dieses auch zu vermitteln, so Selle. Gerade im Handwerk werde derzeit dringend ein Schub an Fachkräften benötigt. Doch welche Fähigkeiten brauchen die Betriebe bei ihren Fach- und Führungskräften? Diese Frage stellte sich auch Willi Grasemann, der vor 27 Jahren die Gründung der FHM initiierte und ihre Leitung übernahm.

In vielen Gesprächen erfuhr er dabei: Fachkompetenz allein reicht nicht aus. Mindestens ebenso gefragt sind Entscheidungsfreude, Verantwortungsbereitschaft, problemlösendes Denken und Handeln, aber auch soziale Kompetenzen. „Wir mussten neue Strukturen finden“, erinnerte er sich an die Anfänge der FHM. Teamarbeit, projektorientierter Unterricht und gegenseitige Wertschätzung sind nur einige der Stichworte, die seither die Ausbildung an der FHM kennzeichnen.

Und auch das ist seit Grasemann ein Grundsatz, der von den Schülern manchmal erst im Nachhinein geschätzt wird: „Leistungssteigerung durch mäßige, aber stetige Überforderung.“ Vor allem aber kennzeichnet ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Lehrkräften und Schülern, aber auch zwischen Fachschule und Partnern aus der Wirtschaft das Leben an der FHM, die heute unter der Leitung von Roland Cramer steht. Als ehemaliger Absolvent kommt Frank Hensen deshalb zu einem eindeutigen Urteil: „Ich kann jedem, der mit Holz verbunden ist, nur raten, die Fachschule Holztechnik in Melle zu besuchen.“

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