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BBS in Melle ist jetzt offiziell Europaschule

Meller Kreisblatt / cf [08.11.2018] – Freude über „Adelstitel“

Große Freude herrscht bei den Schülern und Lehrern der Berufsbildenden Schulen (BBS) Melle: Am Donnerstag wurde die Schule offiziell zur Europaschule gekürt.

© Meller Kreisblatt | Foto: Christoph Franken| Mit der Enthüllung der Europafahne und der Übergabe der Urkunde an Schulleiter Hermann Krüssel (rechts) verlieh Erwin Schröder als Vertreter der Landessschulbehörde der BBS offiziell den Titel „Europaschule in Niedersachsen“

Kreisrat Mathias Selle sprach während einer kleinen Feier in seinem Grußwort vor Vertretern aus Politik, Verwaltung, Meller Schulleitern, Eltern und Schülern von einem „Adelstitel“, den die BBS nach jahrelangem Engagement zur Förderung des Europagedankens nun erhalten habe. „Wir als Schulträger Landkreis sind froh und stolz über diese Auszeichnung“, sagte Selle. Die zahlreichen Kontakte der BBS-Schüler im europäischen Ausland seien nicht nur eine gute Prävention gegen Populismus, sondern verankerten gleichzeitig auch den Friedensgedanken.

Der Friedensaspekt

Den Friedensaspekt hatte auch Schulleiter Hermann Krüssel in seiner Begrüßung hervorgehoben. „Nie wieder Krieg in Europa“ sei die zentrale Botschaft, die angesichts der momentanen politischen Situation nicht oft genug nach vorne gestellt werden könne. Als er vor sechs Jahren die Schulleitung in Melle übernommen habe, sei ihm klar gewesen: „Wir müssen europäischer werden.“ Dieser Anspruch sei bei Schülern und im Kollegium positiv aufgenommen worden und habe zu zahlreichen Aktivitäten sowie der Bildung einer „Europagruppe“ unter Leitung von BBS-Lehrerin Gertrud Remark geführt. Berufsschule bedeute schließlich mehr als die Vermittlung von Fachwissen.

In der von Gertrud Remark moderierten Veranstaltung hielt Leitender Regierungsschuldirektor Erwin Schröder die Festrede.

Er erklärte zunächst, was Europaschulen auszeichnet (siehe auch nebenstehende Info-Box). Im Kern gehe es darum, Bildungssystem, Kulturen und Sichtweisen der europäischen Nachbarn kennenzulernen. Außerdem habe sich die BBS Melle dem Ziel verschrieben, Jugendliche in einer Zeit zunehmender Internationalisierung von Gesellschaft und Wirtschaft auf ein Arbeiten und Lernen im vereinten Europa vorzubereiten.

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„Erste Hilfe“ am Jugendwaggon in Buer

Meller Kreisblatt / pr  [01.11.2018] – Angehende Metallbauer legen Hand an
© Meller Kreisblatt | Fotos: Petra Ropers | Elf Auszubildende der zweiten Fachstufe Metallbau der BBS leisten derzeit am Jugendwaggon Buer mit ihrem Lehrer Ullrich Sprehe „erste Hilfe“. Fotos: Petra Ropers

Mit Winkelschleifer, Flex und Schweißbrenner gehen Schüler der BBS Melle in diesen Wochen am Jugendwaggon in Buer an die Arbeit.

© Meller Kreisblatt | Erste Hilfe am Jugendwaggon in Buer leistete dieser Auszubildende der Fachstufen Metallbau der BBS.

Türen, die sich nicht mehr schließen ließen, Metallteile, die schon vom Hinschauen auseinander bröselten: In 18 Jahren hat der Zahn der Zeit vor allem am hinteren der beiden Waggons genagt. Bei seiner Instandsetzung sollen und wollen die Jugendlichen tatkräftig mit anpacken. Doch einige Arbeiten erfordern fachliches Knowhow. Unterstützung kommt deshalb von der BBS Melle.

Hellhörig geworden
© Meller Kreisblatt | Auch im Innern des Waggons gibt es viele Stellen, die fachmännisch ausgebessert werden müssen.

Elf Auszubildende der ersten Fachstufe Metallbau griffen am Dienstag zum wiederholten Male zum Werkzeug. „Als wir davon hörten, dass der Jugendwaggon dringend Hilfe bei der Renovierung benötigt, sind wir hellhörig geworden“, berichtet der betreuende Lehrer Ullrich Sprehe. „Nicht nur, weil wir das soziale Engagement des Vereins sehr schätzen, sondern auch, weil einige unserer Schüler selbst in ihrer Jugend gute Erfahrungen mit der Einrichtung gemacht haben.“

© Meller Kreisblatt | In Eigenregie planen und arbeiten: Am hinteren Waggon fordert das Material teils unkonventionelle Lösungen

Im Rahmen einer Projektarbeit leisten die Auszubildenden der Betriebe Huning, Glawel, Werding, Werges und Wasmus deshalb gerne „erste Hilfe“. An drei Nachmittagen waren sie bereits vor Ort, um korrodierte Bleche zu entfernen und durch neue Teile fachkundig zu ersetzen. An der hinteren Tür etwa: Dort war die untere Kante so stark von Rost überzogen, dass sich die Tür nicht mehr schließen ließ. […]

© Meller Kreisblatt | Damit die Hülle des Waggons wieder dicht ist und nicht weiter rostet, verschweißt ein Auszubildender ein neues Blech

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Landkreis Osnabrück zeichnet Vorbilder der Inklusion aus

Meller Kreisblatt / jd  [24.10.2018] – Sieger aus Bersenbrück, Bramsche und Melle

Ein inklusiver Schulsanitätsdienst in Bersenbrück, ein integrationsfreundlicher Arbeitgeber aus Bramsche und eine inklusive Discothek in Melle haben die ersten Plätze beim Inklusionspreis des Landkreises Osnabrück belegt.

© Meller Kreisblatt | Foto: Jörn Martens | Vorbildlich: Das Gymnasium Bersenbrück und die Paul-Moor-Schule Bersenbrück, die Berufsbildenden Schulen Melle sowie das Unternehmen Renzenbrink Technik, Haus, Hof und Garten GmbH wurden mit dem ersten Preis des Landkreis-Inklusionspreises ausgezeichnet.

Vor vier Jahren hatte der Landkreis Osnabrück erstmals einen Inklusionspreis ausgelobt, um gelungene Beispiele aus der Praxis bekannt zu machen und zur Nachahmung anzuregen. Seitdem hat sich viel getan in Sachen Inklusion, was sich auch an der großen Zahl an eingegangenen Bewerbungen ablesen lässt. Aber längst noch nicht genug. Mit der Preisverleihung sollen nach den Worten von Landrat Michael Lübbersmann die vielen eher im Verborgenen stattfindenden Projekte in die Öffentlichkeit gerückt werden. Lübbersmann zeichnete als Schirmherr des Inklusionspreises die Gewinner aus und bedankte sich bei allen Bewerbern für ihr Engagement: „Sie sind ein ganz tolles Vorbild für andere. Wenn jeder Mensch gleichberechtigt ist und akzeptiert wird, haben wir alle gewonnen, sagte Lübbersmann. Der Landrat wünschte sich, dass „der Funke von heute noch auf viele andere Arbeitgeber, Vereine, Verbände und auch Privatleute überspringt“. Zukünftig soll der Inklusionspreis alle drei Jahre verliehen werden. […]

Den ersten Preis in der Kategorie „Freizeit“ erhielten die Berufsbildenden Schulen Melle, Abteilung Sozial- und Heilpädagogik, für ihre Inklusionsdisco. Mehr als 100 Tanzbegeisterte „zwischen 16 und 80“ mit und ohne Beeinträchtigung treffen in ihrer Freizeit in der Inklusionsdisco zusammen, um gemeinsam zu tanzen und zu feiern. „Von den normalen Diskotheken werden unsere Menschen oft abgewiesen, oder sie fühlen sich abgewiesen, es gibt da gegenseitige Berührungsängste“, sagte BBS-Lehrerin Elke-Petra Voss. Die BBS-Disko werde als vollwertiger Ersatz angenommen. „Wir haben einen DJ, der auferlegt, es gibt alkoholfreie Getränke, die ganz normal bezahlt werden müssen, und die Gäste können Musikwünsche anmelden“, schilderte Voss. Gewünscht werde alles querbeet, vom Wiener Walzer bis zu AC/DC. „Und wenn dann eine Walzer tanzt zu AC/DC, dann ist das auch in Ordnung“, so Voss. Jede Disko steht unter einem bestimmten Motto, dem sich die Gäste in ihrem Outfit anpassen. In der nächsten Woche, wie könnte es anders sein, ist alles auf „Halloween“ getrimmt. […]

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Mensch & Technik: Logistik 4.0 für Schule und Ausbildung

„Den Dialog zwischen Schulen und Unternehmen stärken“, das ist das Ziel der Arbeitskreise Schule-Wirtschaft in Niedersachsen. Auch der Arbeitskreis Schule-Wirtschaft Melle wirkt als Schnittstelle zwischen Bildung und Wirtschaft. Regelmäßig werden Unternehmen besucht, um den Informationsaustausch zu Personal- und Fachkräftebedarf zwischen Lehrkräften und Unternehmensvertretern zu intensivieren, wie zum Beispiel am 27. August bei Wilms. Nach einleitenden Worten von Dr. Hermann Krüssel, Arbeitskreis- und Schulleiter, referierten Katharina Wilms und Horst Rademacher zum Thema „Mensch und Technik: Technischer Wandel im Bereich Verpackung und Logistik“.

Beim anschließenden Rundgang durch das Wilms Test-Areal wurde demonstriert, wie sich Prozesse dank RFID weiterentwickeln lassen und somit Produkte um datenbasierte Zusatzleistungen ergänzt werden können. Träger des Arbeitskreises Schule-Wirtschaft Melle sind der Industrielle Arbeitgeberverband und die Kreissparkasse Melle.

Fachschule Holztechnik Melle feierte 25 Jahre Abschluss

Meller Kreisblatt / pr [09.09.2018] – Kompetenzzentrum mit Renommee
© Meller Kreisblatt | Fotos: Petra Ropers | Einen Einblick in die Praxis erhielten interessierte Besucher nach der Feierstunde durch die Lehrkräfte und Schüler der FHM.

Vor 25 Jahren verabschiedete die Fachschule Holztechnik Melle (FHM) an den Berufsbildenden Schulen Melle (BBS) ihren ersten Absolventen-Jahrgang. Eine Feierstunde mit anschließender Führung bot nun Anlass zu Rück- und Ausblick.

„Aus der Praxis für die Praxis“ erfolgt an der FHM die zweijährige Ausbildung zum staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Holztechnik. Dabei arbeiten die künftigen Fach- und Führungskräfte nicht für die Schublade: „Nicht simulieren, sondern real gestalten“, zitierte BBS-Leiter Dr. Hermann Krüssel zur Feierstunde eines der wesentlichen Charakteristika der Ausbildung.

Hohes Niveau
© Meller Kreisblatt | Die Glückwünsche des Kreises als Schulträger überbrachte Kreisrat Matthias Selle zum Jubiläum

Das Ergebnis präsentiert sich seit vielen Jahren unter anderem auf der Weltleitmesse Ligna: „Dort sieht man, was wir können und wo wir im internationalen Vergleich stehen“, hob Krüssel hervor. Ermöglicht wird das hohe Niveau seit der Gründung der FHM vor 27 Jahren nicht zuletzt durch die enge Kooperation mit Unternehmen der Region. Sie arbeiten nicht nur in Projekten mit der Fachschule zusammen, sondern ermöglichen auch eine hochwertige und stets am aktuellen Stand der Technik orientierte Ausstattung.

Krüssels Dank galt anlässlich des Jubiläums ihnen und allen, die „in 25 Jahren die Fachschule zu dem gemacht haben, was sie heute ist.“ Und das ist nach Ansicht des leitenden Regierungsschuldirektors Erwin Krüssel ein Kompetenzzentrum von überregionaler Bedeutung. Unterstrichen wird diese Einschätzung durch das hohe Renommee, dass die FHM bei der heimischen Wirtschaft genießt. „Wir sind stolz auf diese Schule“, betonte deshalb auch Kreisrat Matthias Selle im Namen des Landkreises.

Schub an Fachkräften benötigt
© Meller Kreisblatt | Vor 27 Jahren übernahm Willi Grasemann die Leitung der neuen Fachschule. Und mancher seiner Grundsätze gilt bis heute.

Als Schulträger lege der Landkreis großen Wert darauf, handwerkliche Ausbildungen und Studienabschlüsse als gleichrangig zu erachten und dieses auch zu vermitteln, so Selle. Gerade im Handwerk werde derzeit dringend ein Schub an Fachkräften benötigt. Doch welche Fähigkeiten brauchen die Betriebe bei ihren Fach- und Führungskräften? Diese Frage stellte sich auch Willi Grasemann, der vor 27 Jahren die Gründung der FHM initiierte und ihre Leitung übernahm.

In vielen Gesprächen erfuhr er dabei: Fachkompetenz allein reicht nicht aus. Mindestens ebenso gefragt sind Entscheidungsfreude, Verantwortungsbereitschaft, problemlösendes Denken und Handeln, aber auch soziale Kompetenzen. „Wir mussten neue Strukturen finden“, erinnerte er sich an die Anfänge der FHM. Teamarbeit, projektorientierter Unterricht und gegenseitige Wertschätzung sind nur einige der Stichworte, die seither die Ausbildung an der FHM kennzeichnen.

Und auch das ist seit Grasemann ein Grundsatz, der von den Schülern manchmal erst im Nachhinein geschätzt wird: „Leistungssteigerung durch mäßige, aber stetige Überforderung.“ Vor allem aber kennzeichnet ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Lehrkräften und Schülern, aber auch zwischen Fachschule und Partnern aus der Wirtschaft das Leben an der FHM, die heute unter der Leitung von Roland Cramer steht. Als ehemaliger Absolvent kommt Frank Hensen deshalb zu einem eindeutigen Urteil: „Ich kann jedem, der mit Holz verbunden ist, nur raten, die Fachschule Holztechnik in Melle zu besuchen.“

Fachschule Holztechnik Melle feiert 25 Jahre Abschluss | noz.de – Lesen Sie den vollständigen Artikel und mehr auf:  https://www.noz.de/lokales/melle/artikel/1520664/fachschule-holztechnik-melle-feierte-25-jahre-abschluss#gallery&0&2&1520664

Besichtigung der Solarlux GmbH am 21. August 2018

„Von einer Bierdeckel-Idee über die Aluminiumstraße auf den Weltweg“

von Stefanie Bölke und Christina Hamm

  • Sonnengarantie auf der heimischen Terrasse,
  • Wohlfühloasen im Winter,
  • fließende Übergänge von drinnen nach draußen

Wer träumt nicht davon?

Was vor 35 Jahren auf einem Bierdeckel als Idee skizziert wurde, hat sich mittlerweile zu einem national und international bekannten Familien­unternehmen mit ca. 790 Mitarbeitern weltweit entwickelt. Und das ganz in unserer Nähe.

In einer spannenden Betriebs­er­kun­dung auf dem neuen Campus der Firma Solarlux GmbH erlebte die WIK 2 A in Begleitung von Frau Hamm und Frau Bölke, wie Lösungen für individu­elle Kunden­wünsche mit hohen Quali­täts­an­sprüchen realisiert werden können. Neben Informatio­nen zur Unternehmensentwicklung erfuhren wir viel über die einzelnen Produk­tions­schritte, die am Meller Standort sehr transparent dargestellt werden. „Made in Germany ist uns wichtig“ argumentierte Frau John auf Rückfragen der Auszubildenden. Ein hoher Qualitäts­standard habe dabei seinen Preis.

Gemeinsam beobachteten wir die Bearbeitung der Aluminiumelemente in der „Aluminium­straße“ und ließen uns von dort weiter auf den „Holz­weg“ führen. Hier ging es natürlich weniger um Ver­wir­rung als um die Bearbeitung von Holzelementen für Verglasungen z. B. im Terassen- und Win­ter­gar­ten­bereich.

Abschlie­ßend erfuhren wir, wie die fertigen Elemente auf den „Weltweg“, nämlich den Versand an ihren Bestimmungsort, gebracht werden. Die räum­lichen Gegebenheiten bieten hier eine über­dachte Verladung in z. B. einen der elf firmen­eigenen LKW, so dass Ver­schmutzung und Trans­port­schäden vermieden werden.

Geduldig beantwortete Frau John die vielfältigen Fragen der Auszubildenden. Der Schwerpunkt lag dabei auf der neu integrierten Pulverbeschichtung der Aluminium­elemente, die seit dem Umzug an den neuen Standort nicht mehr extern, sondern in Eigenfertigung erfolgt. In Bezug auf unseren Unterricht in Lernfeld 11 „Investitions- und Finan­zie­rungsprozesse planen“ hinterfragten wir die Grün­de für diese Investitionsentscheidung und durch­leuchteten dabei neben betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten auch soziale, konsu­mentenbezogene und ökologische Aspekte. Gleichzeitig erhielten wir Einblicke in das mit der Pulver­beschich­tungsanlage einhergehende Hochregallager, das voll­auto­matisiert betrieben wird.

Die Klasse WIK 2A im „Stadion“ auf dem Campus der Solarlux GmbH.

Im Anschluss an die Betriebserkundung nutzen wir die Gelegenheit, die verschiedenen Produkte im 3.000 Quadratmeter großen Ausstellungsbereich live zu erleben.