Landkreis Osnabrück zeichnet Vorbilder der Inklusion aus

Meller Kreisblatt / jd  [24.10.2018] – Sieger aus Bersenbrück, Bramsche und Melle

Ein inklusiver Schulsanitätsdienst in Bersenbrück, ein integrationsfreundlicher Arbeitgeber aus Bramsche und eine inklusive Discothek in Melle haben die ersten Plätze beim Inklusionspreis des Landkreises Osnabrück belegt.

© Meller Kreisblatt | Foto: Jörn Martens | Vorbildlich: Das Gymnasium Bersenbrück und die Paul-Moor-Schule Bersenbrück, die Berufsbildenden Schulen Melle sowie das Unternehmen Renzenbrink Technik, Haus, Hof und Garten GmbH wurden mit dem ersten Preis des Landkreis-Inklusionspreises ausgezeichnet.

Vor vier Jahren hatte der Landkreis Osnabrück erstmals einen Inklusionspreis ausgelobt, um gelungene Beispiele aus der Praxis bekannt zu machen und zur Nachahmung anzuregen. Seitdem hat sich viel getan in Sachen Inklusion, was sich auch an der großen Zahl an eingegangenen Bewerbungen ablesen lässt. Aber längst noch nicht genug. Mit der Preisverleihung sollen nach den Worten von Landrat Michael Lübbersmann die vielen eher im Verborgenen stattfindenden Projekte in die Öffentlichkeit gerückt werden. Lübbersmann zeichnete als Schirmherr des Inklusionspreises die Gewinner aus und bedankte sich bei allen Bewerbern für ihr Engagement: „Sie sind ein ganz tolles Vorbild für andere. Wenn jeder Mensch gleichberechtigt ist und akzeptiert wird, haben wir alle gewonnen, sagte Lübbersmann. Der Landrat wünschte sich, dass „der Funke von heute noch auf viele andere Arbeitgeber, Vereine, Verbände und auch Privatleute überspringt“. Zukünftig soll der Inklusionspreis alle drei Jahre verliehen werden. […]

Den ersten Preis in der Kategorie „Freizeit“ erhielten die Berufsbildenden Schulen Melle, Abteilung Sozial- und Heilpädagogik, für ihre Inklusionsdisco. Mehr als 100 Tanzbegeisterte „zwischen 16 und 80“ mit und ohne Beeinträchtigung treffen in ihrer Freizeit in der Inklusionsdisco zusammen, um gemeinsam zu tanzen und zu feiern. „Von den normalen Diskotheken werden unsere Menschen oft abgewiesen, oder sie fühlen sich abgewiesen, es gibt da gegenseitige Berührungsängste“, sagte BBS-Lehrerin Elke-Petra Voss. Die BBS-Disko werde als vollwertiger Ersatz angenommen. „Wir haben einen DJ, der auferlegt, es gibt alkoholfreie Getränke, die ganz normal bezahlt werden müssen, und die Gäste können Musikwünsche anmelden“, schilderte Voss. Gewünscht werde alles querbeet, vom Wiener Walzer bis zu AC/DC. „Und wenn dann eine Walzer tanzt zu AC/DC, dann ist das auch in Ordnung“, so Voss. Jede Disko steht unter einem bestimmten Motto, dem sich die Gäste in ihrem Outfit anpassen. In der nächsten Woche, wie könnte es anders sein, ist alles auf „Halloween“ getrimmt. […]

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