Abschlussfeier der Fachoberschulen

„Die Welt wartet auf Sie“

83 Absolventen der Fachoberschulen (FOS) „Gesundheit und Soziales“, „Technik“ und „Wirtschaft und Verwaltung“ haben es geschafft: Sie haben ihre Fachhochschulreife in der Tasche. Mit einer festlichen Abschlussfeier im Meller Forum beendeten sie am Mittwochabend ihre Schulzeit.

Der Schulleiter der Berufsbildenden Schulen (BBS) Melle, Hermann Krüssel, freute sich mit den Schülern über fantastische Resultate: „Das ist eine tolle Leistung, die Sie vollbracht haben.“

Er lobte mit ehrlichen Worten die engagierte Arbeit seiner Kollegen an den BBS und hatte für die erfolgreichen Fachoberschüler herzliche Worte parat: „Ich wünsche euch alles, alles Gute für den weiteren Lebensweg.“

Sein Stellvertreter und Kollege Claus Dötzer verriet die genauen Zahlen: „83 Schüler haben die Fachhochschulreife erlangt.“

Das Meller Akustik Duo Murphy bereicherte die Abschlussfeier musikalisch. Und das Stück „Applaus, Applaus“ der Sportfreunde Stiller passte ziemlich gut zu diesem Anlass.

Kreisrat Matthias Selle, der als Vertreter des Schulträgers an der Abschlussfeier teilnahm, erinnerte die jungen Absolventen daran, den Landkreis Osnabrück nicht zu vergessen, auch wenn der Weg erst einmal woanders hinführt. „Hier gibt es viele Chancen, die Sie ergreifen können, und wir bauen auf qualifizierte Kräfte.“ Selle betonte: „Die Welt wartet auf Sie!“

„In jedem Beruf ist der erste Schritt zum Erfolg, sich dafür zu interessieren“ – dieses Zitat von Wilhelm Osler war das Motto der Abschlussfeier. Und dass daran nicht nur ein Funke Wahrheit ist, erläuterte in der Lehrerrede Michael Mielke.

Und die Schüler? Dieses Jahr war die FOS S12 dran, die Schüler von Annette Groß und Heiner Dreier hatten sich ein tolles Lied ausgedacht, das sie auf der Bühne präsentierten. Mit tollem Text und reichlich stimmsicher kam die selbst gestaltete Liedüberraschung gut an, und es gab viel Lob und Bewunderung für diesen starken Auftritt.

Schließlich nahmen die erfolgreichen Schüler ihre Abschlusszeugnisse entgegen. In der FOS „Gesundheit und Soziales“ wurde Jérome Mews Klassenbester. In der FOS „Technik“ gelang Lennart Sutmöller der beste Notendurchschnitt. In der Klasse 12A der FOS „Wirtschaft und Verwaltung“ gab es sogar zwei Klassenbeste mit dem gleichen Notendurchschnitt: Manuel Giezek und Thomas Münchow.

Beide sind mit einem Schnitt von 1,1 auch die jahrgangsbesten Absolventen der FOS. In der Klasse 12B wurde Annika Rumker Klassenbeste.

Fachoberschule Gesundheit und Soziales: Leah Bäckermann, Janika Bubolz, Vivian Campana Varoß, Lisa Filges, Wiona Heggen, Inga Hemker, Annica Holze, Julia Knauer, Joanna Köchy, Jérome Mews, Christina Neumann, Frauke Schoster, Katharina Sedlmeier, Edanur Semerci, Sandra Sitz, Tim-Oliver Sparensmeyer, Fabia Vornfeld. Fotos: PicPenSAG BBS Melle
Fachoberschule Gesundheit und Soziales. Fotos: PicPenSAG BBS Melle

 

 

 

Wirtschaft und Verwaltung: Klasse 12A: Dilara Catal, Manuel Giezek, Caroline Kepczynski, Alexander Krause, Jona David Lumme, Lena Meyer zu Allendorf, Sebastian Meyer zu Westram, Julia Mönnig, Thomas Münchow, Celina Neuwöhner, Réne Stockhowe, Nils Stönner, Raffaela Theis, Pauline Thölmann
Wirtschaft und Verwaltung: Klasse 12A

 

 

 

 

 

Wirtschaft und Verwaltung: Klasse 12B: Daniel Bagschik, Sören Dewert, Sven Robin Gerbig, Kilian Rouven Hofmann, Marius Hunfeld, Nadine Kampmann, Viktoria Kellenbrink, Anna Müller, Enise Öztas, Veronika Polner, Annika Rumker, Fiona Strunk, Frédéric Urbschat, Pascal Wachsmann, Jan Walter
Wirtschaft und Verwaltung: Klasse 12B
Fachoberschule Technik: Lukas Aufdemkampe, Nils Grothaus, Andrea Hell, Julius Hüpohl, Lars Meyer, Jan Mittelberg, Hendrik Niedernüfemann, Nils Ruwe, Patrick Schiebold, Peter Specht, Gerhard Stambusch, Leon Stöppelmann, Lennart Sutmöller, Marcel Theis, Micha Torwelle, Alexander Weber, Robert Wolf, Kai-Dirk Zimmer
Fachoberschule Technik

 

Arbeitskreis „Allgemeinbildende Schulen“ expandiert

22 Teilnehmer von neun Schulen sowie externen Partnern diskutierten in der vergangenen Woche in der Oberschule Neuenkirchen über die Förderung der Ausbildungsfähigkeit von Schulabgängern sowie die Optimierung des Übergangs in die Ausbildung. Erfreulich war dabei insbesondere die neue Beteiligung der IGS Melle sowie der Realschule Dissen als erster „Südkreis-Schule“.

Arbeitskreis Allgemeinbildende Schulen expandiert
Arbeitskreis Allgemeinbildende Schulen expandiert

Zuerst gab uns der stellvertretende Schulleiter der OBS Neuenkirchen, Herr Kindermann, interessante Einblicke in den motivierenden Profilkurs Technik: Der „Wahlpflichtkurs Produktentwicklung“ hat beispielsweise das bekannte  „PACMAN-Spiel“ neu entwickelt und erfolgreich auf der Schülermesse „Technik verbindet“ in Hannover sowie beim Schulfest präsentiert.

Fr. Kröger auf der Arbeitskreissitzung
Fr. Kröger auf der Arbeitskreissitzung

Edda Kröger, Sozialpädagogin der BBS Melle, erläuterte anschließend die Neustrukturierung der Berufseinstiegsschule und wies auf diese Schulform mit kleinen Klassenstärken von 9-12 Personen als gute Alternative zur Berufsfachschule für „belastete Schüler“ hin. Daneben wies sie auf die Informationsveranstaltung zu dem Thema am 20.7.15 in der BBS Melle hin.

Der neue Fachberater für Berufsorientierung, Thomas Nachtwey von der Landesschulbehörde, stellte sich dem Arbeitskreis vor und teilte mit, dass er ab dem kommenden Schuljahr wieder mit vier Kollegen für die Bereiche Schülerfirmen, Profilfächer, Ausbildungsmessen, Betreuung von Schulen u. v. m. in der Stadt und im Landkreis Osnabrück zuständig ist.

Franziska Wowczuk von der Firma JF Messekonzept GmbH & Co. KG präsentierte die Ausbildungsplatzbörse „Ausbildung 49“ am 8./9.7.15 in Osnabrück mit diversen Aktivangeboten von über 100 Unternehmen für Schüler und lud zu einer entsprechenden Lehrerfortbildung ein.

Anschließend legte Elke Voss von der BBS Melle den aktuellen Stand zum Thema „Inklusion“ dar und bat die Kollegen um frühzeitige Informationen bzw. Fördergutachten, um den betroffenen Schülern einen nahtlosen Übergang an die BBS zu ermöglichen.

Am Ende der Veranstaltung reflektierte Ina Wien-Tiedtke von der Stadt Melle den im letzten Jahr nach 17 Ausbildungsplatzbörsen erstmals in Melle durchgeführten erfolgreichen Berufsorientierungsparcours mit vielen Praxisaufgaben-Stationen, an denen sich die Schüler über sechs verschiedene Ausbildungsberufe informierten und erste praktische Eindrücke gewinnen konnten. Eine Neuauflage ist auch in den kommenden Jahren geplant.

Claas Hofmeister

-Leitstelle „Region des Lernens“ an der BBS Melle-

Zukunft lebt von Ideen

Nach diesem Motto realisierten die Absolventen der Fachschule Holztechnik drei außergewöhnliche Möbelskulpturen anlässlich des Messeauftritts der Firma Zweihorn auf der Holz-Handwerksmesse in Nürnberg. In enger Absprache mit den Verantwortlichen der Firma Zweihorn wurden die einzelnen Exponate im Vorfeld der Messe von den Fachschülern geplant und gefertigt. Zukunft lebt von Ideen weiterlesen

Auf der Suche nach dem passenden Weg aus dem Lernlabyrinth

Prüfungsvorbereitungsseminar der angehenden Industriekaufleute in Ahmsen

“Richtig anstrengend sich bis abends, um viertel nach neun zu konzentrieren“, sagte die Auszubildende Valerie Heitkamp, die am Prüfungsvorbereitungskurs teilnahm. Gemeinsam mit 27 weiteren angehenden Industriekaufleuten und den verantwortlichen Lehrkräften Michael Mielke und Markus Schöning bereitete sie sich vom 28. bis zum 30. Januar in Ahmsen auf die im Sommer stattfindende Abschlussprüfung vor. In der ehemaligen Klosteranlage suchten die angehenden Industriekaufleute nach passenden Wegen aus dem Lernlabyrinth.

Evelin Dieckmann und Valerie Heitkamp
Evelin Dieckmann und Valerie Heitkamp

„Jetzt ist mir klarer geworden, wie in der Prüfung bestimmte Aufgaben sinnvoll unter Zeitdruck zu bearbeiten sind“, so äußerte sich die angehende Industriekauffrau Evelin Dieckmann.

Gruppenfoto vor dem Labyrinth
Gruppenfoto vor dem Labyrinth

Die hervorragende Unterkunft und Verpflegung erleichterte das Arbeiten bis in die späten Abendstunden. Sehr viel Spaß machte es den Auszubildenden, die spielerischen Auflockerungsübungen durchzuführen, die das soziale Miteinander stärken sollen. Übungen zum Verhalten in mündlichen Prüfungen, die Simulation von Prüfungsteilen sowie das Anfertigen von Präsentationen rundeten das umfangreiche Programm ab.

Autor: Markus Schöning

Hightech Fortbildung an den BBS Melle

Berufsschullehrer in der Praxis

Die BBS Melle hatte für zwei Tage hoch motivierte Berufsschullehrer aus Ostniedersachsen im Rahmen einer praktischen Fortbildung zu Gast. Die allesamt im Bereich der Metalltechnik unterrichtenden Lehrkräfte konnten sich von den vielfältigen Möglichkeiten einer modernen Maschineneinrichtung für Laserschneid- und Biegetechnik in einem Praxislehrgang überzeugen.

Die Berufsschule Melle verfügt bereits seit mehreren Jahren über diese hochwertige Technologie, bei der die beiden Fertigungsverfahren Laserschneiden und Biegen an der Gesenkbiegepresse durch moderne Computertechnik planerisch zu einem einzigen Verfahren verschmelzen. Die von zahlreichen Betrieben in und um Melle genutzte Technik wird außerdem zentral eingesetzt, um angehende Techniker in der zweijährigen Fachschule Metallbautechnik auf hohem Niveau ausbilden zu können. Die BBS Melle wird somit ihrer Verantwortung gerecht, Fachkräfte für den regionalen Arbeitsmarkt zu qualifizieren und zu binden.

Autor: Heinrich Buermann

 

Was WOLLEN wir essen?!

Überblick

Unser Projekt „Was WOLLEN wir essen?!“ ist ein Beitrag zur nachhaltigen Schulentwicklung im Rahmen des Gesamtprojekts „BBS futur“. Es verfolgt das Ziel, durch systematische Integration der Nachhaltigkeit in Schule und Unterricht an den Berufsbildenden Schulen in Melle einen entsprechenden Beitrag im Rahmen der Persönlichkeitsbildung der Schülerinnen und Schüler zu leisten.

Ideen und Ziele

Ausgehend von der Beobachtung, dass das Ernährungsverhalten vieler Jugendlicher nicht oder nur wenig auf Nachhaltigkeit ausgerichtet ist, erfassen die Schülerinnen und Schüler in diesem Projekt die Dimensionen nachhaltiger Ernährung mit Blick auf Gesundheit, Ökonomie, Ökologie und Soziales. Sie sollen auf diese Weise zunehmend befähigt werden, die individuellen und gesellschaftlichen Folgen ihres Essverhaltens zu erkennen und ihre Kaufentscheidungen daraufhin ausrichten.

Vorgehen / Umsetzung

BBS FuturDas Projekt ist in einer Klasse der Berufsfachschule Hauswirtschaft in aufeinander abgestimmten Unterrichtssequenzen durchgeführt worden.
Mit Hilfe von Lernsituationen prüfen die Schülerinnen und Schüler zunächst ihre gegenwärtigen Ernährungsgewohnheiten auf die mögliche Vereinbarkeit mit einer
nachhaltigen Ernährung.

In diesem Kontext klären sie den Nachhaltigkeitsbegriff und erfassen die Dimensionen der Nachhaltigkeit. Sie lernen die unterschiedlichen landwirtschaftlichen Produktionsformen
(konventionell, integrativ, ökologisch) kennen, überprüfen die so gewonnenen Lebensmittel auf ihre Inhaltsstoffe und unterziehen sie einer wirtschaftlichen und ernährungsphysiologischen Bewertung.

BBS FuturIn einem nächsten Schritt lernen die Schülerinnen und Schüler verschiedene Darbietungsformen der landwirtschaftlich erzeugten Produkte (naturbelassen, halb fertig,
fertig) kennen und beurteilen sie ebenfalls unter ernährungsphysiologischen Aspekten. Die Vermittlung dieser Unterrichtsinhalte wird unterstützt durch die Besichtigung
eines ökologischen Landbaubetriebes, der der Schule als Kooperationspartner zur Verfügung steht. Die auf diese Weise gewonnenen Erkenntnisse berücksichtigen
die Schülerinnen und Schüler bei der Auswahl eigener Rezepte und deren Zutaten, die sie eigenständig zubereiten und verkosten.

Mithilfe eines Aktionstages, in dessen Verlauf ebenfalls die entsprechenden Speisen zubereitet und der Schulgemeinschaft zur Verkostung angeboten wird, tragen die Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse in die Schulgemeinschaft.

Ergebnisse

BBS FuturPrimär trägt das Projekt zur Bewusstseinsbildung der Schülerinnen und Schüler bei und ermöglicht ihnen eine begründete Verhaltensänderung im Hinblick auf ihre Konsumentscheidungen. Sie haben nachhaltige Ernährung beispielhaft an ihrer eigenen Person erfahren und stellen ihr Handeln fortan in einen übergeordneten Kontext (gesundheitlich, gesellschaftlich, ökologisch und ökonomisch). Das wirkt sich auch auf die Personen aus, die mit ihnen in häuslicher Gemeinschaft leben oder in ihrem beruflichen Einflussbereich stehen. Das Projekt findet Eingang in das Schulcurriculum und wird somit verstetigt. Im Rahmen des Projektes sind Kooperationsverträge mit ökologischen Landbaubetrieben geschlossen worden. Die hauswirtschaftlichen Lehrkräfte wurden im Hinblick auf nachhaltige Lebensmittelproduktion und nachhaltige Ernährung fortgebildet. Es wurde ein Konzept zur Ergänzung der Schulverpflegung durch eine nachhaltige Schülerfirma erarbeitet. Das Projekt wird in die Erzieherinnenausbildung in modifizierter Form unter dem Arbeitstitel „Was SOLLEN sie essen?!“ integriert.

Kontakt

Gertrud Remark
Berufsbildende Schulen des Landkreises Osnabrück in Melle, Lindenstraße 1, 49324 Melle E-Mail: remark@bbs-melle.de